Bootshafen

Römer, Schlösser, Gärten und Weinenglisch
Urlaub im Dreiländereck an der Obermosel
gegenüber der Luxemburger Weinstraße

Römische Villen und edler Rebsaft

Es ist schon wahr, wir haben den Römern, die ja immerhin 500 Jahre hier waren, viel zu verdanken, sogar das berühmteste Gedicht über unsere Gegend ist römischen Ursprungs: „Mosella“ ist ein Lobgesang auf den Fluss, seine Bewohner und seine Ufer. Der Autor Devimus Magnus Ausonius war vor über 1600 Jahren Hauslehrer der Söhne des Kaisers Konstantins. römisches Mosaik

Das Gedicht ist erhalten – eine poetische Schilderung einer Schifffahrt von der Mosel zum Rhein. Viel hat sich seitdem nicht verändert. Auch heute sind Touristen während der Ausflugsfahrt mit einem der zahlreichen „Moseldampfer“ immer noch genauso begeistert wie Ausonius anno 400 n. Chr. Die Schlösser, die heute den Flusslauf zieren, sind allerdings erst fast 1000 Jahre später gebaut worden. Ausonius wusste davon noch nichts. Auch nicht von den Normannen, die mit ihren Drachenschiffen Mosel aufwärts gezogen sind und Unheil brachten.

Bereits im Jahre 882 wurde hier im Schengener Eck europäische Geschichte geschrieben, als die Bischöfe von Trier, Metz ihre Heere vereinigten, um der normannischen Gefahr gemeinsam zu begegnen. Heute zeugen zahlreiche Funde von der römischen Vergangenheit des Dreiländerecks an der Mosel. Herausragend das Römische Mosaik Nennig, größter und besterhaltener Mosaikfußboden nördlich der Alpen, das Römische Theater in Dahlheim/Lux. und die Römische Villa in Borg, ein großzügig rekonstruierter Gutshof mit Herrenhaus, Villenbad, Wirtschaftsgebäuden und Gärten. Grenzregion wird Erlebnisregion

WeinköniginNach der Normannenabwehr war es mit der deutsch-französischen Kooperation für das nächste Jahrtausend zunächst einmal vorbei. Kriege erschütterten die Moselregion, der Nahtstelle zwischen Frankreich, Luxemburg und Deutschland.

Erst gegen Ende des letzten Jahrtausends ließ das Schengener Abkommen endlich die Grenzen fallen, und aus der Grenzregion Dreiländereck wurde die Erlebnisregion Dreiländereck. Heute stellt sich das „Schengener Eck“ als europäische Kernregion vor.

Der Urlauber sollte bei seiner Anreise zunächst einmal die „bequeme“ Autobahn links liegen lassen und sich auch die wunderschöne Strecke am Flusslauf für eine andere Gelegenheit aufheben.

Wer nicht die Landstraßen der Region nutzt, der verpasst z.B. eines der 10 schönsten Naturschauspiele Deutschlands: die Saarschleife bei Orscholz oder in Frankreich das reizende mittelalterliche Städtchen Rodemack – viel gerühmt als „Carcassonne des Nordens“. Wer den kurzen, schnellen Weg sucht, dem entgehen Burgen und Schlösser, Flusslandschaften und Städtchen, wie sie sonst nirgendwo zu finden sind! Nur so wird bereits die Anreise zu einem unvergesslichen Erlebnis! Egal ob man aus Frankreich, den Benelux-Ländern oder aus Deutschland kommt: Alle Wege führen ins Schengener Eck.

Interessiert, wie die Römer gebaut, gelebt und gebadet haben – oder – „Lenticulum de Lucanicae Apicius“ probieren „Mulsum“ trinken und als Dessert vielleicht eine „Domestica“ – in der Taverne der Villa Borg kann man „Speisen wie die Römer“.

Dann geht es weiter – überall am Wegesrand Hinweise zu kleinen Dörfern, die allesamt kleine Schätze hüten, die man als Tourist entdecken sollte.

Mosel und Weine – eine traumhafte Kombination

Weiter geht es in Richtung Nennig. Da windet sich die Straße hinunter ins Tal, zur Mosel hin. Ein traumhaftes Bild: Fluss und Weinberge, soweit das Auge reicht. Am anderen Ufer lockt das Großherzogtum. Um von Nennig über Besch nach Perl, wo gleich nebenan Lothringen beginnt, zu kommen, braucht es keine große Anstrengung. So ist es überall im Schengener Eck. Zentraler geht’s wirklich nicht. Allein auf die Perspektive kommt es an!

Wie man lebt hierzulande? Man weiß ja: Wo Wein wächst, ist es den Leuten selten schlecht gegangen. Wer Wein anbaut, der ist auch naturgemäß kein Kind von Traurigkeit.
Das war so zur Zeit des Ausonius ebenso wie heute. Hier an der Mosel wächst rundum Wein! Es stimmt das milde Klima und die Sonne: Die Weine aus dem Schengener Eck haben heute besten Ruf.

Schlossgarten

Beim „Saarländischen Weinsommer“ öffnen die Winzer von Mai bis Oktober an jedem Wochenende abwechselnd dem Besucher ihre Keller. Aber auch in der Woche lohnt ein Besuch beim Winzer. Gleiches gilt auch für die Feste an der „Letzebuerger Waistrooss“, dem Weinbaupendant am luxemburgischen Moselufer. Ein Muss für Weinliebhaber ist hier das Wein- und Folkloremuseum „A Possen“ in Bech-Kleinmacher.

Ausflugsschiffe, Schlösser, Gärten und kulinarische Genüsse

Nein hier wünscht man den Gästen keine „Moselfahrt aus Liebeskummer“, wie sie Horst Geißler geschildert hat. Auch nicht das Schippern auf den wackligen Nachen unseres Ausonius. Der Reisende steigt besser im luxemburgischen Remich auf eines der schönen Fahrgastschiffe um.

Park NennigDie Moselufer ziehen vorbei, während man die Annehmlichkeiten an Bord und einen tollen Ausblick genießt. Schloss Thorn und Schloss Berg mit einem extravaganten Casino und Sterneküche sind unübersehbar, ebenso wie die gewaltigen Festungsmauern in Sierck-les-Bains und der alte Turm des Schengener Schlosses, der schon Victor Hugo als Bildvorlage inspiriert hat. Das trutzige Schloss Malbrouck in Mandern/Frankreich, aufwendig restauriert, bietet einen reizvollen Blick über das Moseltal.

„ EDEN-Gärten ohne Grenzen“ heißt der floristische Willkommensgruß des Schengener Ecks. Die neu angelegten barocken Gärten im Park von Nell in Perl und am Schloss Schengen, letzterer mit separatem Kräutergarten, der Renaissancegarten auf Schloss Berg in Nennig und die Römischen Gärten in der Villenanlage von Borg laden zu einer reizvollen Gartenreise ein, die auf weitere acht EDEN-Gärten in der näheren Region ausgedehnt werden kann.

Neugierig geworden auf das Schengener Eck im Herzen Europas? Dann gehört ein Besuch ab sofort auf die Wunschliste - einfach so, ganz spontan!

 

 

 

Karte Dreiländereck
Dreiländereck an der Mosel, Schloss Thorn